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Zentralklinik: Startschuss zum Architektenwettbewerb

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Aufsichtsrat beschließt Wirtschaftspläne für 2020 – Vorläufige Jahresergebnisse 2019 vorgelegt – Erarbeitung von Standortentwicklungsperspektiven läuft – Zentralklinik: Bekanntmachung für Architektenwettbewerb

Emden. Die wirtschaftliche Situation des Klinikums Emden und der Ubbo-Emmius-Klinik mit ihren Standorten in Aurich und Norden bleibt weiter angespannt. Die am vergangenen Mittwoch im Aufsichtsrat verabschiedeten Wirtschaftspläne gehen für die Ubbo-Emmius-Klinik für 2020 von einem Defizit von rund 7,5 Millionen Euro aus. Das vorläufige Jahresergebnis 2019 liegt bei einem Minus von knapp 8 Millionen Euro. Der Wirtschaftsplan für das Klinikum Emden weist für 2020 ein Minus von 3,9 Millionen Euro aus. Das vorläufige Jahresergebnis für 2019 liegt hier bei einem Minus von rund 5,7 Millionen Euro. Während die UEK sich gegenüber den ursprünglichen Plänen für 2019 um 61.000 Euro verbessert hat, liegt die Differenz zum Planansatz im Klinikum Emden bei einem Minus von rund 3,1 Millionen.

Perspektiven entwickeln

Für diese Ergebnisabweichung in Emden gibt es verschiedene Gründe. Hauptursache für die Einnahmeverluste ist ein Rückgang der behandelten Patienten sowie eine geringere Fallschwere und die damit verbundene gesunkene Vergütung von Krankenhausleistungen durch die Krankenkassen. Demgegenüber stehen stark angestiegene Kosten für Honorarärzte und –pflegepersonal, da eine Reihe von Stellen im vergangenen Jahr nicht besetzt werden konnte. „Insbesondere zur Sicherung von Bereitschafts- und Wochenenddiensten war der Einsatz von Honorarkräften in hohem Maße erforderlich“, sagt Dr. Astrid Gesang, Medizinische Geschäftsführerin der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden. Inzwischen sei es gelungen, eine Reihe der vakanten Stellen zu besetzen. Ein Schwerpunkt für das laufende Jahr sei es, die Personalsuche weiter zu verstärken. Gleichzeitig arbeiten die Kliniken daran, weitere Perspektiven der drei Standorte bis zur Inbetriebnahme der Zentralklinik zu entwickeln. Der Aufsichtsrat wird sich in den nächsten Monaten in einer Sondersitzung mit diesen unterschiedlichen Szenarien intensiv beschäftigen.

Planungen Zentralklinik

Derweil laufen die Planungen für den Bau der Zentralklinik auf Hochtouren. Die europaweite Bekanntmachung für den Architektenwettbewerb erfolgt heute, die eigentliche Auslobung des Wettbewerbs startet voraussichtlich im April/Mai.. Dazu wird derzeit u. a. das Raum- und Funktionsprogramm, das aus dem Jahr 2016 stammt, überarbeitet. Es gilt u. a., Leistungszahlen zu aktualisieren, Logistikanforderungen zu integrieren, Energiekonzepte zu erstellen und zu bewerten und auch aktuelle gesundheitspolitische und medizinische Entwicklungen in den Planungen zu berücksichtigen. Gleichzeitig sollen die derzeit laufenden Grundstücksverhandlungen bis April abgeschlossen sein. Darüber hinaus wird intensiv an den Fragestellungen zur Raumordnung und der Bauleitplanung gearbeitet.