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Brand in der UEK Norden

|   Allgemein

Nach Brand in der UEK Norden:

  • 58-jähriger Patient verstorben
  • Teilfläche der Psychiatrischen Station nach Spezialreinigung bald wieder nutzbar
  • Sanierung der Restfläche dauert Monate
  • Patienten in Kooperation mit Klinikum Emden alle versorgt

Norden. Heute erreichte die Klinik die Nachricht, dass der beim gestrigen Brand auf einer der insgesamt vier psychiatrischen Stationen der Ubbo-Emmius-Klinik in Norden schwer verletzte 58-jährige Patient in der Klinik in Groningen verstorben ist. „Diese Nachricht ist sehr traurig, wir sprechen den Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus“, sagt Dr. Astrid Gesang, Medizinische Geschäftsführerin der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden. Allen anderen Patienten und auch den betroffenen Mitarbeitern gehe es einen Tag nach den Ereignissen dagegen glücklicherweise gut. Die Untersuchungen der Brandursache durch die Kriminalpolizei laufen derzeit noch. In der Klinik haben die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Betriebs in einem Teilbereich der betroffenen Station begonnen.
Die Station ist in zwei Abschnitte aufgeteilt. Dort, wo der Brand am Montagmorgen ausgebrochen war, laufen derzeit noch weitere Ermittlungen. Der andere Abschnitt wird jetzt durch eine Spezialfirma gereinigt. „Die meisten Patienten konnten wir bei uns im Haus unterbringen, einige sind in die psychiatrische Abteilung des Klinikums Emden verlegt worden. Alle Patienten sind gut versorgt“, sagt Dr. Egbert Held, Chefarzt der Psychiatrie in Norden. Diesen Patienten ginge es gut, sie hätten die Ereignisse von Montag bislang gut verarbeitet. Auch alle betroffenen Mitarbeiter seien wohlauf. „Wir stehen sowohl mit den Patienten als auch mit den Mitarbeitern im engen Dialog“, erklärt Dr. Held.

Die Sanierung des direkt vom Brand betroffenen Stationsbereichs werde, so Dr. Gesang, nach ersten Einschätzungen mehrere Monate dauern. Einen genauen Überblick könne man sich aber erst verschaffen, wenn auch dieser Bereich durch die Polizei wieder freigegeben worden sei.
Gleichzeitig widerspricht Dr. Held Medienberichten, wonach in Norden „zwangseingewiesene Straftäter“ untergebracht seien. In der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie werden Patienten behandelt, die wegen der Art ihrer Erkrankung in einem geschützten Raum versorgt werden müssten. „Der überwiegende Teil dieser Patienten ist freiwillig bei uns“, erläutert der Chefarzt. Es gebe aber auch Patienten, die auf Grundlage eines ärztlichen Zeugnisses vom zuständigen Amtsgericht in die Psychiatrie eingewiesen werden. Das habe aber überhaupt keinen strafrechtlichen Hintergrund.